Erinnerungslandschaften
Ausgangspunkt dieser Arbeit war ein Gespräch im Radio, das Margarete Mitscherlich führte über ihr Buch: „ Die Unfähigkeit zu trauern.“
Die Frage nach dem individuellen und kollektiven Bewusstsein nach der Auflösung der DDR und dem weniger schnellen verschwinden der alten Bonner Republik beschäftig mich in dieser Arbeit.

Den Rückbau vom „Palast der Republik“ auf dem ehemaligen Schlossplatz in Berlin habe ich über zwei Jahre regelmäßig mit Fotos beobachtet.
Das Abtragen der einzelnen Schichten innen wie außen kann man als Archäologie des Vergessens betrachten.
Im Gegensatz der herkömmlichen Archäologie die für das Erinnern steht haben wir hier eine Archäologie des Vergessens.
In meiner Arbeit möchte ich aber nicht nur das Vergessen und das Erinnern am Beispiel des Palasts thematisieren.
In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem gesellschaftlichen Gedächtnis als Speicher.
Für mich ist diese Arbeit zwanzig Jahren nach dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch der DDR sehr aktuell. Es soll keine Rückwendung oder Verklärung der Geschichte werden sondern eine Arbeit über einen Ort der gesellschaftliche Phänomene widerspiegelt.

In den Arbeiten Treptow, Tiergarten und Teufelsberg betrachte ich Orte in Berlin die nach dem 2.Weltkrieg entstanden sind.
Der Teufelsberg ist aus den Ruinenschutt der Stadt nach dem Krieg aufgeschüttet worden. Zuvor stand hier der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät die unter der Bauleitung A.Speer entstehen sollte. In den Fünfzigern und Sechziger Jahren entstand hier eine der am östlichsten Punkt liegende Abhöranlage des britischen und amerikanischen Geheimdienstes.
Das Denkmal im Tiergarten entstand noch im Jahr 1945. Es wurde aus den Trümmern der ehemaligen Reichskanzlei errichtet.
Die Denkmalanlage in Treptow wurde 1946-49 errichtet und dient bis heute als Kriegsgräberstätte.